25Feb/11
Car2go und die Mobilität einer Stadt
Diskutieren Sie gemeinsam mit Schüler/-innen des Hans und Sophie Scholl-Gymnasium Ulm über das Modellprojekt Car2go und die Mobilität in der Stadt. Die Schüler/-innen stellen Thesen zur Wirtschaftlichkeit, Datenschutz, Unfälle, Mobilität und Umweltschutz zur Diskussion.
26. Februar 2011 - 08:34
Zur Wirtschaftlichkeit von Car2go
Car2go Funktioniert das Projekt Car2go in Großstädten besser als in Ulm? Ulm war für das Projekt Car2go nur als Testfeld gedacht, um es später in großen Städten auszubauen. Kann sich so ein Projekt in einer Stadt wie Hamburg, die ein gut ausgebautes und entwickeltes Öffentliches Verkehrsnetz bietet, durchsetzten?
Lisa und Fabia, Schülerinnen am Scholl-Gymnasium Ulm
28. Februar 2011 - 12:39
Ich habe den Vortrag leider nicht gehört – werde ihn mir aber auf jeden Fall noch anhören.
Es ist klar, daß ein derartiges Projekt nur auf Dauer laufen wird, wenn es sich auch rechnet. Für Hamburg sehe ich aber durchaus Chancen für eine Wirtschaftlichkeit, da diese Autos unabhängig von Fahrplänen, Haltestellen rund um die Uhr zur Verfügung stehen können. Der Hang zum Individualismus und einer ungeingeschränkten Mobilität wird sich hier für eine bestimmte Zeit durchsetzen. Die Bewältigung der zukünftigen Verkehrsprobleme wird voraussichtlich mit ganz neuen – vielleicht heute noch unbekannten – Verkehrskonzepten realisiert werden – der menschlichen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sie greift spätestens dann, wenn eine Lösung unbedingt notwendig wird.
Holger Minx
3. März 2011 - 22:33
Ich denke, car2go hätte auch gute Chancen, wenn es in mehreren großen Städten vertreten wäre. Vor allem Auswärtige und Touristen könnten dann ein System nutzen, dass sie bereits von zu Hause kennen und müssten sich nicht erst in ein kompliziertes Nahverkehrsnetz eindenken.
kathi, schülerin schollgymnasium
8. März 2011 - 19:35
Ich denke das Car2go in beispielsweise Hamburg nicht sehr sinnvoll wäre. Wie schon gesagt gibt es da ein sehr gutes öffentliches Verkehrsnetz. Ich denke nicht, dass viele Leute dann Car2go nutzen würden da es:
a) teurer ist
– wenn man beispielsweise ein Tagesticket für das Hamburger Stadtnetz kauft, kostet es
wahrscheinlich weniger als wenn man ein Tag Car2go nutzt.
b) komplizierter ist
– Bei Car2go ist nicht immer ein “Car” vorhanden -> man muss also erst nach einem suchen.
– wenn man es dann wieder abgeben möchte, muss man auch erst einen Parkplatz suchen.
-> man kann nicht überall ungehindert hinfahren und aussteigen. Das ist bei öffentlichen
Verkehrsmitteln einfacher
Max Mustermann
10. März 2011 - 13:56
In Hamburg ist car2go mit 29 cent pro Minute deutlich teurer; ausserdem ist der öffentliche Nahverkehr besser ausgebaut, bin deswegen gespannt, ob es sich wirklich durchsetzen kann. Das wird sich aber schon in den nächsten Monaten zeigen, ab April geht es ja erst richtig los.
PaulBraun
15. März 2011 - 21:51
Auch die Stadt Austin in Texas wird neuer Schauplatz für das Projekt car2go. Es gibt dort viele große Unternehmen wie Dell-Computer oder Facebook, die sicherlich viele Angestellte beschäftigen, so dass sich die Wirtschaft zu einem Vorteil für das Projekt Car2go herausstellen könnte, da diese viele Menschen ausreichende und vielseitige Verkehrsmittel benötigen.
Wobei sich hierbei die Frage stellt ob sich der Autotyp Smart in dieser Großstadt behaupten kann, da sich der Verkehrsstandart und das Umweltbewusstsein Amerikas von Deutschland doch stark unterscheidet.
Lisa
15. März 2011 - 22:46
Was auch in den Austin eine Rolle spielen wird ist der Preis, wenn es zu einem ähnlichen Preis angeboten wird wie in Deutschland, könnte ich mir vorstellen, dass einige Arbeitnehmer auch auf Car2gos zurück greifen, wenn zum Beispiel die sonstigen öffentlichen Verkehrsmittel häufig überfüllt sind.
Nicolas
24. März 2011 - 18:19
Ich denke, dass sich Car2go in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München… nicht durchsetzten wird, da die Verkehrsnetze derartig gut ausgebaut sind, dass es mit diesen wahrscheinlich billiger und sogar schneller gehen wird. Schließlich gibt es in solchen Städten U- und S-Bahn und noch Busse, die geringe Wartezeiten haben und durch das Untergrundnetz in keine Staus kommen. Natürlich wird es für Car2go einige Abnehmer geben, aber ob sich das auf die Dauer wirklich rechnen wird, bleibt die Frage.
Jule
24. März 2011 - 21:46
Da stimm ich dir teilweise zu, gerade U- und S-Bahn dürften Car2go große konkurrenz machen, da diese nicht davon abhängig sind, wieviel Verkehr gerade auf der Straße ist.
Nicolas
25. März 2011 - 11:46
Car2go erhöht die Preise Im aktuellen car2go Kundeninfo heißt es dazu: Seit Sonntag gelten bei car2go neue Preise. Von nun an kostet die Minute 0,24 €, die Stunde maximal 12,90 €. Hierdurch tragen wir gestiegenen Kraftstoffkosten Rechnung und sichern die dauerhafte Zukunft des car2go Services in Ulm.
Markus Marquard
27. März 2011 - 16:05
Ich denke auch nicht, dass sich Car2go in Großstädten, wie Hamburg oder Berlin, auf längere Sicht durchsetzten wird. Wie schon Nicolas und Jule sagen werden U- und S-Bahnen dem Car2go große Konkurrenz machen. Man steht nicht im Stau und es ist deutlich schneller mit der U-Bahn in Berlin unterwegs zu sein, als mit dem Auto.
Ich denkde dass sich Car2go in Ulm , trotz der erhöten Preise, durchsetzen wird. Ulm ist nicht zu groß und hat auch kein besonders großes und schnelles Verkehrsnetz. Es gibt viele Wohnvirtel, an die gar keine Öffentliche Verkehsmittel angebunden sind und dafür ist Car2go eine perfekte Ergänzung.
In Austin hat sich Car2go schon gut weiterentwickelt und die Flotte wurde auch dort, auf Grund der vielen Anfragen, auf 300 Stück erweitert.
Fabia
31. März 2011 - 19:15
ich denke nicht, dass der Preisaufschlag die Leute davon abhält Car2Go zu nutzen.. lediglich die Neuanmeldungen könnten eventuell zurück gehen, weil potentielle Kunden eventuell damit rechnen, dass die Preise auch weiter steigen, was wahrscheinlich auch so sein wird.
Nicolas
26. Februar 2011 - 08:52
Datenschutz und Car2go
Durch die Nutzung von Car2go kann Daimler durch GPS-Ortung ein genaues Bewegungsprofil des Fahrers erstellen.
Lisa und Fabia, Schülerinnen am Scholl-Gymnasium Ulm
2. März 2011 - 12:20
Durch die GPS Verfolgung kann Daimler sehr gut die stark frequentierten Plätze ausmachen,
letzten Endes haben die Kunden dadurch an diesen Plätzen auch öfters ein freies Fahrzeug zur Verfügung.
Jochen und Michael
8. März 2011 - 14:15
Ich sehe es genuso wie J & M, was soll daran so schlimm sein wenn Daimler weiß wo die Fahrer hinfahren solange sie die Daten nicht veröffenlichen ist es doch nur vom Vorteil für die Nutzer da Daimler dann sieht wo Autos benötigt werden und wo sie eben nicht gebracuht werden
Günther
8. März 2011 - 19:40
Diese These ist eigentlich nicht schlimmes. Wenn Daimler kontrolliert wo die Leute hinfahren, können sie an Orten, wo ein hohes Car2go-Aufkommen ist, mehr Car2go-Parkplätze einrichten.
Max Mustermann
10. März 2011 - 14:02
Die Frage ist mit welchen Daten das Bewegnungsprofil noch abgestimmt wird oder werden kann. Im Supermarkt bekommt man bereits entsprechend der Regale wo man sich befindet gezielt Werbung und Informationen; das gleiche gibt es auch für das iPhone; wenn diese Daten nicht mit weiteren Informationen (z.B. der Führerscheinnummer, Adressen, Handy- und Internetnutzung, etc.) gekoppelt werden, ist das nicht schlimm; aber die Möglichkeiten zum gläsernen Menschen empfinde ich als erschreckend.
PaulBraun
15. März 2011 - 22:00
Genau das ist der Punkt: ein gläserner Mensch.
Unsere Daten können verwendet werden und wir sind dementsprechend machtlos dagegen.
Wir geben unsere Daten oftmals zu leichtsinnig an andere weiter. Erst einmal aufgrund einer Kundenkarte und den damit verbundenen Rabatten , dann zweimal und später haben wir den Überblick verloren. Wenn nun Daimler unsere Daten nicht nur speichert, ondern auch ein Bewegungsprofil erstellt, dann ist das ganze Bild abgerundet und man kann unsere Tätigkeiten verfolgen, seit wir den Motor des Autos angelassen haben.
Lisa
15. März 2011 - 22:08
Obwohl ich Datenschutz für sehr wichtig halte, sehe ich hier kein Problem. Es muss schließlich registriert werden, wo man hinfährt, damit die Parkplätze z.B. entsprechend gebaut werden. Dass die Daten nicht weitergegeben werden, muss natürlich gewährleistet werden.
Anna
15. März 2011 - 22:18
Ich denke die Daten die wir hier im Internet hinterlassen auf Seiten wie Facebook, Google etc. sind wesentlich privater und vertraulicher als ein Bewegungsprofil zu erstellen, was nicht mal sicher ist, dass es getan wird. Das eingebaute gps wird benötigt um abgestellte Fahrzeuge wieder zu finden aber auch, um zu ermitteln wo Car2gos häufig abgestellt werden und wo eventuell größere Nachfrage besteht als Angebot vorhanden ist.
Nicolas
25. März 2011 - 11:52
Car2go teilt im aktuellen Kundeninfo mit: car2go hat weder in der Vergangenheit die gefahrenen Wege oder explizite Fahrtwerte der Kunden mitverfolgt , noch wird car2go dies in Zukunft tun. Im Sinne eines reibungslosen Ablaufes der Mietvorgänge und der Abrechnung werden nur die Anfangs- und Endpunkte der Fahrten ermittelt und gespeichert, aber nicht die gefahrenen Routen.
Markus Marquard
25. März 2011 - 11:56
Ob man das glauben kann? Ich bin da etwas skeptisch, aber vielleicht kann man da ja mal nachfragen, wie das faktisch gemacht wird; dann sieht man ja auch, ob das sich wirklich so unterscheiden läßt zwischen Fahrweg und Start- und Endpunkte. Wobei das natürlich auch nur problematisch ist, wenn diese Daten irgendwie weiter gegeben oder weiter verarbeitet werden.
Paul Braun
26. Februar 2011 - 08:57
Mobilität in der Stadt
Car2go verbessert die Mobilität einer Stadt. Car2go hat jetzt schon 21.000 Nutzer. Ergeben sich Vorteile, wenn man das Projekt auch außerhalb des Stadtgebiets anbietet?
Lisa und Fabia, Schülerinnen am Scholl-Gymnasium Ulm
2. März 2011 - 12:25
Vorteile ergeben sich nur für diejenigen, die außerhalb von Ulm wohnen, weil sie das Car2go jetzt vor ihrer Haustüre abstellen können und die Möglichkeit besteht, dort auch ein Car2go finden zu können. Dies hat allerdings den Nachteil, dass man in der Stadt bei gleichbleibender Car2go Anzahl weniger Car2gos zur Verfügung hat.
Janine und Stefanie
10. März 2011 - 14:06
In Hamburg gibt es dafür eine Kooperation mit EuroCar; wenn man ausserhalb des Stadtgebiets fahren will, kann man bei Eurocar buchen und bekommt dabei auch günstigere Konditionen als bei Car2go. Sinnvoll ist m.E. aber doch stärker auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu setzen und diesen auszubauen; gerade aber für strukturschwache Gegenden ist das Konzept der Verknüpfung von Car2go mit öffentlichen Verkehrsangeboten sehr gut.
PaulBraun
15. März 2011 - 23:01
Umsetzbar ist diese Idee eigentlich nur, wenn man die Anzahl der Smarts stark erhöht, da ansonsten für die meisten nur Nachteile entstehen, wie Janine und Stefanie auch schon festgestellt haben. Eine weitere Frage die sich dann stellt, ist, ob man Car2go dann nur in Regionen einsetzt, deren Busanbindung nicht ausreichend ist, und ob es nicht dazu kommt, dass sich die smarts eher in der Stadt sammeln. Um eine ausreichende Versorgung mit Car2gos auf dem Land zu garantieren, müsste man neues Personal einstellen, das die Car2gos regelmäßig auf vorgesehene Plätze bringt, was natürlich auch für neue Arbeitsplätze sorgt, aber eventuell auch für höhere Kosten.
Nicolas
24. März 2011 - 18:27
Ich bin der selben Meinung wie Nicolas, Janine und Stefanie. Natürlich freuen sich diejenigen, die außerhalb der Stadt wohnen auch mal ungebunden von Bus und Bahn nach Hause zu kommen. Aber ob das wirklich notwendig ist, ist die andere Frage. Denn schließlich wäre die Ausweitung des Nutzungsgebiets mit erhöhtem Aufwand verbunden. Und wenn man in die Vergangenheit schaut, wo man noch nicht mal an Car2go gedacht hat, hat es auch immer geklappt, von A nach B zu kommen. Vielleicht war es das ein oder andere mal mit mehr Aufwand verbunden, aber es geht. Und wenn man an die ganzen Jugendlichen U18 denkt, dann sieht man, dass es auch ohne Car2go geht, vom Land in die Stadt zu kommen. Außerdem leben wir ja nicht mehr in der Steinzeit. Also ist nichts unmöglich.
Jule
25. März 2011 - 11:50
Car2go verändert in Ulm seine Regelung zum Geschäftsgebiet in dem es Sammelpunkte in den kleineren Ortsteilen einführt und damit eine bessere Verfügbarkeit freier Fahrzeuge im Ulmer Innenstadtbereich erreichen möchte. Solche Sammelpunkte wären dann in Hamburg oder dessen Randgebieten ebenfalls denkbar.
Markus Marquard
25. März 2011 - 19:16
Natürlich freue ich mich darüber, dass es mit Car2go ein Projekt gibt, das wieder einmal den ÖPNV der Städter günstiger gestaltet. Aber ich hätte es begrüßt, wenn die Macher auf die Idee gekommen wären, das Projekt tatsächlich zur Verbesserung des miserablen ÖPNV auf dem Lande einzusetzen. Für Jule: Neulich wollten wir für eine Reise von zu Hause aus (Heroldsatt) öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wenn wir rechtzeitig am Ulmer Hauptbahnhof hätten sein wollen, hätten wir sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt in Ulm übernachten müssen! Soviel zur Steinzeit!Es würde mich interessieren, ob die Idee der Ausweitung des Projekts tatsächlich zur Diskussion steht oder ob ihr euch das selber ausgedacht habt. Sollten das ernsthafte Überlegungen von Verantwortlichen sein, würde ich es sehr begrüßen. Wenn hier auf dem Lande Eltern und Kinder einer Familie berufstätig sind, findet man nicht selten vier Autos vor dem betreffenden Haus!
Rolf-Peter König
27. März 2011 - 15:48
Die Ausweitung des Projekts steht leider nicht tatsächlich zur Diskussion. Car2go wurde eingeführt, um die innerstädtische Mobilität zu fördern und um flexibel in der Stadt unterwegs zu sein.
Dass das ÖPNV auf dem Land verbessert werden muss, stimme ich total zu. Ob aber Car2go dafür die richtige Idee ist, wage ich zu bezweifeln denn man müsse, wie schon Nicolas gesagt hat, mehr Personen einstellen, um die Fahrzeuge vom Land wieder in die Stadt zu bringen.
Und das würde sicher mit höheren Kosten verbunden sein. Sinvoller fände ich den Ausbau des ÖPNV auf dem Land oder eine Kooperation mit EuroCar wie in Hamburg.
Car2go ist für die Nutzung in der Stadt gedacht und macht meiner Meinung nach auch nur innerstädtisch einen Sinn.
Fabia
31. März 2011 - 19:22
Da muss ich Fabia zustimmen, vor allem sind diese Smarts ja wirklich das perfekte Innenstadt Auto, klein wendig, spritsparend usw… aber für längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten, ist er sicher nicht mehr so perfekt geeignet, sei es die mangelnde Leistung oder evtl auch der hohe Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten.
Nicolas
26. Februar 2011 - 09:04
Umweltschutz und Car2go
Die Umwelt wird von Industrie, Haushalt und Verkehr negativ beeinflusst. Daimler versucht, durch das Projekt Car2go, die CO2 Emissionen nachhaltig zu verbessern. Denken Sie, dass Car2go Führerscheinbesitzer zum Autoverzicht anregt?
Lisa und Fabia, Schülerinnen am Scholl-Gymnasium Ulm
2. März 2011 - 12:23
Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob die CO2-Emissionen so stark verbessert werden.
v.A. beim einparken kann es zu erhöhter Emission kommen (und auch richtig teuer werden!)
Sehet und staunet!
http://www.youtube.com/watch?v=2jyzlg-CP5U
Fabian
2. März 2011 - 12:24
Es wäre durchaus vorstellbar, dass viele Studenten der Anschaffung eines eigenen Wagens ein Car2go vorziehen würden! Für sie gibt es keine “feste” Kosten, denn die Benutzung des Car2gos kann jederzeit eingestellt werden. Bei einem eigenen Fahrzeug lässt sich dies aus mehreren Gründen wie Versicherung oder auch möglichen Krediten nicht ganz so einfach regeln.
Jörg, Schüler am Scholl-Gymnasium Ulm
8. März 2011 - 14:22
Das was Jörg sagt stimmt zwar allerding ist der Nachteil das man nie weiß ob man jetzt ein Auto bekommt oder nicht. Wie Jörg sagt ist evt für Studenten und Schüler vorstellbar, nicht aber für Arbeitnehemer die regelmäßig ein Auotbrauchen um zum Geschäft zu kommen. Die haben nähmlich keine Lust sich jeden morgen erstmal ein Auto zu suchen nur damit sie ein bisschen Sprit sparen.
Günther
8. März 2011 - 19:45
Außerdem spart man ja auch nicht unbedingt Sprit
Man fährt ja eigentlich gleich weit wie mit einem “normalen” Auto. Und dem was Jörg da sagt kann ich auch nicht so ganz zustimmen. Man weiß ja auch nie, ob Daimler Car2go irgendwann absetzt, weil es beispielsweise nicht mehr so viel einbringt. Ich würde mir von Anfang an ein eigenes Auto leisten.
Max Mustermann
10. März 2011 - 14:14
Für Menschen, die ein Auto häufig und regelmäßig zu festen Zeiten benötigen, bietet car2go keine Alternative, da würde ich Günther recht geben. Aber für diejenigen, die darauf nicht angewiesen sind, weil sie eben solche Verpflichtungen nicht haben (z.B. Rentner/-innen) oder weil sie zu festen Zeiten auf öffentliche Verkehrsmittel (z.B. Schüler/-innen mit Schülerticket, Arbeitnehmer mit Job-Ticket) zugreifen können, ist car2go eine ideale Ergänzung. Dabei kann ich mir durchaus selbst vorstellen, später einmal auf ein Auto zu verzichten.
PaulBraun
13. März 2011 - 17:56
jap das stimmt da hat PaulBraun völlig recht, Diskussion abgeschlossen
Günther
15. März 2011 - 20:58
wenn ihr andere Meinung seit könnt ihr natürlich weiter diskutieren, aber das sollte ja klar sein
Günther
15. März 2011 - 22:28
Ich denke, dass gerade bei jüngeren und nicht erwerbstätigen car2go eine wirkliche alternative zum eigenen auto ist, da Benzinkosten, Instandhaltungskosten( Reparatur, tüv etc.) und vor allem die Versicherungsgebühren weg, die gerade bei jungen Fahrern doch extrem hoch sind. Für erwachsene eignet sich Car2go eher für Wenigfahrer oder für solche die sich kein eigenes Auto leisten können.
Nicolas
27. März 2011 - 15:29
Car2go hat jetzt die Flotte auf 300 Stück ausgebaut! Das heißt es stehen viel merh Car2gos bereit, die man nutzen kann. Bei der neuen “Car2go Edition” hat jedes Auto ein Solardach und eine Start-Stopp Automatik. Mit der neu gewonnenen Solarenergie wird die Fahrzeugbatterie kontinuierlich aufgeladen und somit der Treibstoffverbrauch um 10% reduziert. Mit der Start.Stopp-Automatik wird bei jeder roten Ampel Sprit gespart.
Durch diese neuen Aspekte finde ich es aufjedenfall Überlegenswert, als Schüler/Student oder nicht Erwerbstätiger den Autokauf zu lassen und auf Car2go umzusteigen. Was meiner Meinung nach neben der Umweltfreundlichkeit ein großer Vorteil ist, sind die kostenfreien Parkplätze. Man muss nicht ewig ein Parkplatz suchen und für ein paar Stunden gleich 4 Euro zahlen. Car2go Parkplätze sind in der ganzen Stadt verteilt und immer verfügbar!
Fabia
31. März 2011 - 19:19
Ja die Parkplatz suche wird einem mit einem Car2Go wirklich stark erleichtert und auch die Startstopp Automatik finde ich ansich ziemlich gut aaaber, angenommen man kommt direkt aus der Fahrschule, fährt mit dem Car2go durch einen Verkehrsberuhigten Bereich(Spielstraße) hält sich an die 4-7 kmh Schrittgeschwindigkeit… was dann? der Motor geht aus? Ich weiß nicht genau wie es bei dem Smart ist aber bei einigen Autos mit Startstopp Automatik geht der Motor ab 8 Kmh aus, was doch ein bisschen unvorteilhaft ist
Nicolas
10. Mai 2011 - 21:09
Der Motor geht nur aus wenn man auf der Bremse steht und weniger als 8km/h schnell ist, sobald man von der Bremse geht, springt der Motor sofort wieder an auch im Stillstand. Wenn er immer ausgehen würde bei <8kmh könnte man ja gar nicht anfahren.
Zum Allgemeinen Thema kann ich ja mal meine Daten aufschreiben ich bin Anfang 20, wohne in HH, habe einen Job (der es mir auch ermöglichen würde mir ein Auto zu unterhalten) und habe ein vom Arbeitgeber gefördertes Jobticket (kostet mich 48,XX€ im Monat) mit dem ich überall rund um die Uhr hinkomme, mein Arbeitsweg (eine Richtung) ist knapp 10km lang und laut Google Maps in knapp 20 Minuten mit dem Auto zu erreichen (wenn kein Stau ist), das car2go-Gebiet ist leider ziemlich klein in HH, daher würde ich damit nicht auf Arbeit kommen (bzw. solange zahlen bis ich wieder zu Hause ankomme), aber selbst wenn das Geschäftsgebiet größer wäre, würde ich um die 250€ alleine für den Weg zu Arbeit zahlen (also keine wirkliche Alternative zum eigenen Auto). Ich brauche mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur unwesentlich länger zur Arbeit und stressfreier (kein Stau, keine Parkplatzsuche) ist es auch. Das einzige wo ich ein Auto gebrauchen kann ist der Einkauf, denn Getränke kann man ja auch nicht unbegrenzt viele schleppen, also muss man halt x-mal die Woche einkaufen gehen oder eben ein Auto nehmen. Ein eigenes Auto würde mich im Monat mindestens 100€ an Versicherung und nochmal Minimum 50-60€ für Sprit (alleine die Fahrten zur Arbeit) kosten. Mit einem Carsharing-Auto für die Einkäufe (+kleinere Fahrten) und den Öffentlichen fürs allgemeine Fahren komme ich so deutlich günstiger und muss mich auch um nichts kümmern.
Als Fazit kann ich also sagen das car2go (bzw. allgemein Carsharing) in meinem Fall zum Verzicht aufs eigene Auto geführt hat.
Marcus
26. Februar 2011 - 09:11
Unfälle und Car2go
Die Zielgruppe des Projekts Car2go sind hauptsächlich Studenten und junge Leute. Eine Studie besagt jedoch, dass Jugendliche im Alter von 18 bis 25 überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Birgt Car2go somit ein Risiko für die Versicherung dieses Projektes.
Lisa und Fabia, Schülerinnen am Scholl-Gymnasium Ulm
2. März 2011 - 12:26
Ich glaube nicht, dass bei der Benutzung von Car2Go die Unfallgefahr bei jungen Fahrern von 18-25 Jahren steigt, da die Fahrer in einem fremden Fahrzeug fahren und deshalb größere Vorsicht walten lassen. Deshalb denke ich auch nicht, dass die Anzahl der Unfälle, die durch Car2go verursacht werden, groß ist.
Nicolas
8. März 2011 - 19:51
Ich denke NIcolas hat recht. Allerdings lassen Jugendliche manchmal auch den Angeber raushängen. Das heißt, dass sie sich denken: “Schaut mich an. Ich fahr mit einem Smart durch die Gegend und kann ordentlich auf die Tube drücken und damit Mädchen beeindrucken.” oder ähnliches. Also denke ich, dass es sowohl die eine, als auch die andere Seite Jugendlicher gibt. Außerdem bauen Erwachsene wohl auch manchmal Unfälle
Max Mustermann
10. März 2011 - 14:17
Der smart ist nicht unbedingt zum Rasen ausgelegt; da eignet sich der alte tiefergelegte und aufgemotzte BMW (früher war es ein Ford Capri mit Fuchsschwanz) viel besser. Aber ich finde man fühlt sich im smart auch nicht ganz so sicher, dazu ist er zu klein. Bisher scheint es auch nicht viele Unfälle zu geben.
PaulBraun
15. März 2011 - 22:09
Ich glaube allerdings auch, dass ein smart nicht unbedingt verleitet zum Proll zu werden und anzugeben… Außerdem wird niemand seine Freundin/Freund mit in ein car2go nehmen um ihre raserischen Qualitäten zu beweisen
Nicolas
15. März 2011 - 22:11
Ich stimme Nicolas da zu: Die meisten Autofahrer gehen mit einem fremden Auto vorsichtiger um als mit dem eigenen. Trotzdem kann jugendlicher Übermut schnell zu Unfällen führen…Es kommt darauf an, ob Jugendliche statistisch mit dem Car2go mehr Unfälle verursachen als Erwachsene. Dies kann man inzwischen bestimmt feststellen.
Anna
15. März 2011 - 22:38
Ich glaube der Übermut hält sich in einem schwach motorisierten Auto in Grenzen. Ich spreche da jetzt aus meiner “Erfahrung” ich weiß dass, wenn ich mit einem schwachen auto fahre, weniger dazu neige, zuschnell zu fahren und unvorsichtig, aber wenn ich mit dem Auto von meinem Vater fahre, dass doch mehr Ps hat neige ich schon dazu auch mal mehr Gas zu geben, weshalb ich denke, dass der Smart nicht nur auf Grund seiner geringen Emissionen sondern auch wegen der mangelnden Ps ein geeignetes Auto für das Projekt ist.
Nicolas
15. März 2011 - 22:45
Erste Anforderungen an Daimler : mehr PS
Nun aber eine anderer Frage: car2go macht Jugendliche unabhängig von ihren Eltern, weil sie alleine und ohne Aufsicht fahren dürfen. Spezielle Jugendliche, die kürzlich erst ihren Führerschein erworben haben. Könnte nicht etwa dieses neue Freiheitsgefühl zur Gefahr werden? Oder, dass man sich bei langfristige Benutzung mehr und mehr an das Auto gewöhnt und es nicht mehr als Fremdeigentum ansieht?
Lisa
15. März 2011 - 22:53
Lang ists her, als ich Fahranfänger war…ein paar Monate… und ich erinnere mich noch gut an meine ersten Fahrten alleine. Auf der einen Seite ist man entspannter, auf der anderen Seite noch vorsichtiger, da man nun niemanden hat, der einen im letzten Moment noch davor bewahren kann grobe Fehler zu begehen. Das wird auch in einem Car2go nicht viel anders sein. Sicher wird es immer übermütige und Angeber geben, aber die kann man auch ohne car2go nicht verhindern. Ich denke nicht dass man es irgendwann als Eigentum ansieht, da es ja nicht immer verfügbar ist und sollte man es sehr häufig benutzen, wird einen der Blick auf den Kontoauszug schon wachrütteln .
Nicolas